Liebe Mitglieder der Solawi,

auf Wunsch eines eiligen Mitglieds, das keine Zeit hat romanhafte, sich in epischer Breite ausdehnende Mails zu lesen, hier in aller Kürze das Wichtigste für diese Woche zuerst:

Ernte: Salat, Fenchel, Zucchini, Möhren

Ackerzeiten:

Do. 28.6. 9:00-12-00 Uhr, 13:30-21:00 Uhr

Fr. 29.6. 8:00-12:00 Uhr, 13:30-18:00 Uhr (am Nachmittag Mulchaktion!!)

Sa.  30.6. 9:00-13:00 Uhr

Mo. 2.7. 9:00-12:00Uhr, 13:30-17:00 Uhr

Di. 3.7. 9:00-12:00 Uhr, 13:30-17:00 Uhr

Arbeiten: Mulchen, Jäten, hacken, Kartoffelkäfer sammeln, evtl. gießen

Für alle die etwas mehr Zeit haben, hier die ersten Ausgabe einer Serie „Beikraut-Portrait“, die wir bei Gelegenheit fortsetzen:

1. Die Ackermelde oder Weißer Gänsefuß, mit botanischem Namen Chenopodium Album

Mit ihr hatten und haben wir in letzter Zeit vorallem auf dem Ackerstück D1 (rechts unterhalb vom Kompost) das Vergnügen. Sie ist einjährig, das heißt, wenn wir sie nicht vor der Blüte ausjäten verteilt sie ihre bis zu 1,5 Millionen (!!!) Samen pro Pflanze für reichlichen Wuchs im nächsten Jahr – die Samen halten sich übrigens angeblich bis zu 1700 Jahre –  wird bis zu 1,5 m hoch, wurzelt bis zu 1 m tief und zeichnet sich durch extreme Widerstandsfähigkeit gegen alle gärtnerischen Beseitigungsversuche aus, sei es von Hand oder mit der Maschine… Desweiteren ist sie als Verwandte von Spinat, Rote Bete und Mangold essbar, im Mittelalter wurde sie auch als Heil- und Färbepflanze verwendet. Sie ist eine einheimische Pflanze, die uns seit der jüngeren Steinzeit als Kulturfolger und Erstbesiedler auf Brachflächen  begleitet. Wer diese erstaunliche Super-Pflanze sehen möchte, kann auf den Acker kommen und sie bewundern!

Fröhliche Grüße von den Gärtner/innen