Liebe Solawi-Mitglieder,

diese Woche sind wir zu folgenden Zeiten auf dem Acker:

Do. 12.7. 10:00-12:00 Uhr, 13:30-21:00 Uhr

Fr. 13.7. 8:00-12:00 Uhr, 13:00-18:00 Uhr

Sa. 14.7. 9:00-14:00 Uhr

Mo. 16.7. 9:00-12:00 Uhr, 13:30-17:00 Uhr

Di. 17.7. 9:00-12:00 Uhr, 13:30-17:00 Uhr

Arbeiten: Jäten, hacken, evtl. pflanzen und gießen

Wir ernten diese Woche:

Salat, Lauch, Zucchini, Gurken, Möhren, Bundzwiebeln oder Rote Bete

Eine wichtige Info vom AK Bau:

Es werden helfende Hände und ein „Bauleiter“ für das Aufstellen des Folientunnels Ende nächster Woche gesucht.

Damit können wir dann im August bereits die ersten Winterkulturen anpflanzen.

Roland wird die Koordination am Donnerstag 19.7. und Freitag 20.7. übernehmen. Für Samstag 21.7. brauchts dann noch einen „Bauleiter“.

Bitte nicht durch die Anfangszeiten schrecken lassen. Da es noch lange hell ist können wir auch lange werkeln.

Jeder ist Willkommen.

Damit wir etwas Übersicht haben bitte iin die Doodle Teilnehmerumfrage eintragen

https://doodle.com/poll/gpc7hdyewntuhsxc

liebe Grüße

AK Bau

Auf dem Acker haben wir – Leif und Christine, ein pflanzeninteressiertes Mitglied – eine interessante Entdeckung gemacht. Es fing so an, dass wir uns als Ziel gesetzt haben, Pflanzen auf dem Acker zu bestimmen. Erst steht man vor diesem „Unkraut-Ozean“ und denkt vielleicht, es ist doch sowieso alles lästiges Unkraut, unerwünscht… So teilt der Mensch die Welt in Nützliches und Unnützes. Er ist dann wie von Blindheit geschlagen für die Vielfalt, den Reichtum und die Einzigartigkeit jeder Pflanze. Doch schon bald, mit dem Ziel, eine neue Pflanze am Tag zu entdecken – was zunächst unrealistisch erschien, weil wir nicht mit einer solchen Vielzahl an verschiedenen Pflanzen rechneten, sich jedoch als vernünftig herausstellte – erlebten wir die ersten Überraschungen. Den Kompasslattich zum Beispiel, der seine Blätter bei starker Sonneneinstrahlung senkrecht kippt, um den Wasserverlust zu reduzieren. Den Ackergauchheil, mit seinen kleinen leuchtend roten Blüten. Die verschiedenen Distelarten. Und dann fanden wir etwas, was wir noch nie gesehen hatten. Mit Hilfe eines Botanikers konnten wir es bestimmen. Das Pflänzlein heißt Eiblättriges Tännelkraut, Kickxia spuria http://www.botanik-bochum.de/jahrbuch/Pflanzenportraet_Kickxia.pdf. Es ist gefährdet und daher schützenswert, steht auf der Roten Liste 2. Auf Äckern ist es bedroht, weil es spät blüht: Diese werden abgemäht und umgebrochen bevor es sich aussamen kann. Jetzt haben wir diesen seltenen Gast bei uns und versuchen, ihn zu schützen. Es ist erst einmal ungewöhnlich, einem sogenannten Unkraut so viel Aufmerksamkeit zu schenken. Doch wollen wir in der Solawi der Natur nicht auch ein bisschen Freiraum schenken?

Mit herzlichen Grüßen

Leif, Anna Cecilia, Monika