Solawi Bodensee e.V.

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Unsere Gärtner

Hier stellen wir in Kürze unsere Gärtner Anna-Cecilia, Leif und Sandra vor.

Anna-Cecilia (mittig im Bild), ausgebildete Demeter-Gärterin in unserer Solawi, gärtnert schon, seit sie denken kann, denn ihre Eltern hatten einen halben Hektar großen Selbstversorgergarten. Daher hat sie schon, kaum auf den eigenen Beinen unterwegs, Kartoffeln eingesammelt und die Pflanzen beim Wachsen
beobachtet. Nach der Schulzeit suchte sie zunächst das Stadt- und Studentenleben, doch nur, um zu merken, dass sie mit Händen und Füßen in und mit der Erde arbeiten will und die Natur um sich braucht.
Zur Solawi Bodensee e.V. ist sie eher durch Zufall gekommen. Mitten im Gewühle des Friedrichshafener Kulturufer lief ihr Monika Scherle über den Weg. Monika war bei Anna-Cecilia in die Lehre und erzählte ihr nun von einer freiwerdenden Stelle. Den Rest der Geschichte kennen wir.
Was Anna-Cecilia an der Solidarischen Landwirtschaft besonders gut gefällt ist die Idee dahinter: Sie sei die Landwirtschaftsform der Zukunft und eine Keimzelle für den gesellschaftlichen Wandel: Solidarische Landwirtschaft versuche, richtig verstanden, wieder ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Gemeinschaft die Grundlage kreiert, auf der gesunde Landwirtschaft und Bodenpflege überhaupt erst möglich wird. Sie hebe die Trennung zwischen Produzenten und Konsumenten wieder auf und biete die Möglichkeit zur Teilhabe. Es gehe um einen Erfahrungsraum, der den Menschen wieder in Beziehung zu Wetter, Boden, ökologische Zusammenhänge und der Nahrung auf dem Esstisch treten lässt und gesundend für Mensch und Boden wirkt. Die Gleichung Geld gegen Gemüsekiste gelte daher im Grunde genommen nicht. Ökologische Landwirtschaft rechne sich rein ökonomisch nie, denn Landwirtschaft funktioniere anders als Industrie: Sie pflege Lebewesen.

Leif Langloh (rechts im Bild) erblickte in Belgien das Licht der Welt. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik hat er zehn Jahre in Freiburg gewohnt und im Lebensgarten Dreisamtal die Solidarische Landwirtschaft kennen gelernt.
Fasziniert von der Geschichte der Kultur- aber auch der Wildpflanzen, befasst er sich mit Klassifikationen und Pflanzenfamilien, entdeckt ihre ungewöhnliche Vielfalt und das beeindruckende Zusammenspiel mit den Insekten. Das Gärtnern bei der Solawi wiederum fasziniert ihn, weil er hier das Wissen mit der Praxis verbinden und anpacken kann, weil es ihm Freude macht, das eigene Gemüse nach Hause zu tragen und etwas daraus zu kochen.
Leif genießt die Solawi Bodensee: die Vielfalt im Anbau, aber auch in den Aufgaben sowie die immer wieder interessanten sozialen Kontakte. Er freut sich über das Experimentierfeld, das ihm geboten wird; so kann er sein Wissen vertiefen und seine Erfahrungen erweitern.
Als Bundesfreiwilligen-Dienstler (Bufti) mit einer 50% Stelle hat sich Leif nun entschlossen, die Externe Gärtnerprüfung abzulegen. Die Ausbildung organisiert er zurzeit im Selbststudium sowie mit Seminaren und Weiterbildungsangeboten.
Für unsere Solawi wünscht er sich, dass die Arbeit mit den Pferden entwickelt werden kann, dass wir Natur und Naturschutz Raum geben und Anbau UND Natur nebeneinander gut existieren können. Er wünscht sich noch mehr Mitgliederbeteiligung: gemeinsames Kochen und Essen, Gemeinschaft eben.
Und dann kann uns Leif noch erklären, warum der Rotkohl Rotkohl heißt, wo er doch gar nicht rot ist.
Wer’s wissen will, frage ihn. Vielleicht erzählt er euch auch, wie sein neustes Experiment „Rotkohl mit Ingwer“ geschmeckt hat.

Sandra Bieg (links im Bild), Natur- und Wildnispädagogin, angestellt als Gemüsegärtnerin Sandra war schon als Kind oft und gerne draußen; doch das wirkliche Interesse an der Gärtnerei ist erst im Studium geweckt worden. „Ich hatte eine geniale Botanikprofessorin“, erzählt sie, „die brachte jedes Mal irgendeine Pflanze aus ihrem Garten mit in die Vorlesung. Jedes Mal wuchs meine Neugierde auf diesen Garten.“ Es war der Beginn einer langen Reise in die Welt der nutzbaren
Wildpflanzen und essbaren Wildkräutern.
Ihre Abschlussarbeit schrieb Sandra an der TU München/Freising über die Solidarische Landwirtschaft. Schon damals war ihr klar, dass das ein zukunftsfähiges Modell ist und als sie in Portugal eine Frau kennenlernte, die eine Solawi gründen wollte, wuchs das Interesse weiter, bis Sandra schließlich zu uns an den Bodensee kam.
In Portugal hatte sie ein eigenes Projekt: Zusammen mit ihrem damaligen Partner machte sie 2 ha Land, das über 30 Jahre brach gelegen hatte, wieder urbar. Sie pflanzten über 50 Bäume, installierten Bewässerungssysteme in diesem extrem trockenen Land und ernteten schließlich so viel, dass sie es auf dem Markt verkaufen konnten. Finanziell war es nicht einfach, aber dennoch spannend zu erleben, wie sich der karge Boden in einen fruchtbaren Garten verwandeln ließ und sich das Kleinklima mit der Zeit veränderte.
Sandra ist bei der Solawi, weil sie das wirklich hochwertige Gemüse sowie das Grundprinzip der Solidarischen Landwirtschaft schätzt. Zudem findet sie Gemeinschafts- und Gruppenprozesse äußerst spannend. „Ich mag es, wenn man es gemeinsam schafft, mit den Menschen am Menschenln zu arbeiten und Prozesse gut lösen kann. Von daher wünsche ich mir auch, dass die Menschen mehr aufeinander zugehen, ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie wichtig Gemeinschaft ist – genauso wie das Arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin. Ich finde auch, wir müssen noch viel mehr unsere Konsumhaltung ablegen und selbst aktiv werden.“
Freiberuflich arbeitet Sandra übrigens als Wildnispädagogin. Wenn ihr Fragen habt zu Survival, essbaren Wildpflanzen oder Feuermachen ohne Streichhölzer, dann könnt ihr Sandra fragen.