Slide One - copy - copy

Solawi Bodensee e.V.

Slide One - copy - copy

Solawi Bodensee e.V.

Slide One - copy

Solawi Bodensee e.V.

Slide One - copy - copy

Solawi Bodensee e.V.

Slide One - copy - copy

Solawi Bodensee e.V.

Slide One - copy - copy

Solawi Bodensee e.V.

Slide One - copy - copy

Solawi Bodensee e.V.

previous arrow
next arrow

30.05.

Ackermail vom 30.05.2022
Liebe Mitglieder,
der Erntekorb füllt sich und die Vielfalt steigt. Die Arbeit mit dem Gemüse nimmt auch zu. Unsere Kartoffeln spitzen aus der Erde und alle, die um ihre Patenbäume Kartoffeln gesetzt haben, mussten schon Kartoffelkäfer absammeln und Gelege zerstören. Wir hoffen sehr, dass durch das späte Setzen auf dem Kartoffelacker der Käferbefall nicht so groß ist, da sie sich schon zu anderen Äckern aufgemacht haben.
Diese Woche beginnt auch wieder das Selberernten, jetzt von Zuckerschoten, sie gehören zur Familie der Erbsen. Weitere Informationen siehe unten unter Selbsternte.
Wir haben etliche Totholzhaufen auf unserem Acker, in manchen von ihnen leben Mauswiesel. Wir suchen jetzt Bilder von diesen possierlichen Tieren und möchten euch, groß und klein, bitten, Bilder zu malen.
Letzten Mittwoch hatten wir eine Delegation aus Uganda auf dem Acker. Sie waren auf Einladung des Verbandes Katholisches Landvolk im Bodenseekreis und haben sich viele Landwirtschaften angeschaut. Sie waren total begeistert von der Organisation einer Solawi und überlegen, ob sie in der Nähe von Kampala auch eine aufbauen.
— TERMINE UND MITTEILUNGEN —
– Selbsternte –
Manche Kulturen haben einen hohen Ernteaufwand, den wir Gärtner allein im Sommer nicht bewältigen können. Das betrifft vor allem Erbsen, Dicke Bohnen und Buschbohnen.
Für alle Neumitglieder, aber auch für alle, die schon länger dabei sind als Erinnerung: Wenn wir Kulturen zur Selbsternte freigeben, darf sich jeder die angegebene Menge selbst vom Acker ernten. Damit es nicht zu Verwirrungen führt, wollen wir die genauen Standorte der Kulturen auf dem Acker markieren mit Schildern oder Bändern. Evtl. gibt es auch ein Luftbild der Solawi im Abholraum, auf dem wir den Standort markieren können. Vor Ort werden wir außerdem kleine Eimer mit Messern zum Ernten sowie kleine Hocker aufstellen. Die Messer nach Benutzung bitte wieder in die Eimer zurücklegen und die Hocker bitte dort hinstellen, wo ihr aufgehört habt zu ernten, damit der nächste nicht suchen muss, wo er wieder anfangen kann. Bitte achtet beim Ernten darauf, dass ihr die Kulturen daneben nicht beschädigt. Unsere Beete sind etwa 1 m breit mit 40 cm breiten Wegen dazwischen.
Zu den Kulturen:
*Erbsen* bzw. Zuckerschoten: Unsere Erbsen können sowohl roh als auch gekocht gegessen werden. Auch die Schalen (Schoten) sind essbar.
*Dicke Bohnen* bzw. Sau- oder Ackerbohnen: man kann Dicke Bohnen in 3 verschiedenen Stadien essen, aber grundsätzlich immer kochen! Entweder als kleine Schote (2-5 cm lang), oder die unreifen, aber schon ausgewachsenen großen Bohnen oder die ausgereiften trockenen Bohnen, die man dann aber vorher in Wasser einweichen sollte und länger kochen muss.
*Buschbohnen*: sie werden wie die Dicken Bohnen immer gekocht oder zumindest gedünstet und werden meist als ganze Schote gegessen.
– Tiny Forest – Mikrowald –
An die heißen Sommer 2014, 2015, 2018 und 2019 können sich viele noch gut erinnern. In den 50er Jahren gab es im Durchschnitt nur 3 Tage im Sommer mit über 30 Grad Celsius. Heute sind es im Schnitt bereits 9 Tage. In Dresden waren es 2019 ganze 28 Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von 30 bis 37 Grad. Besonders betroffen sind Großstädte. Durch die dichte Bebauung und die Flächen mit Beton und Asphalt bleibt die Temperatur auch nachts vergleichsweise hoch. Der Temperaturunterschied zum ländlichen Raum beträgt bis zu 10 °C.
Die Idee des japanischen Biologen Akira Mijawaki ist in urbanen Räumen auf kleinen Flächen möglichst vielfältige, schnell wachsende und sich selbst erhaltende Habitate anzulegen. Das Ziel ist damit einen Beitrag zum Erhalt der Arten, der Verbesserung der Luftqualität, der Temperatursenkung, sowie der Wasserhaltekapazität des Bodens zu leisten.
Bei einem „Tiny Forest Projekt“ in Darmstadt wurden 633 Bäume auf einer Fläche von 200 Quadratmeter gepflanzt. Insgesamt 27 verschiedene Arten, darunter Linden, Elsbeeren, Stieleichen, Eiben, Rotbuchen, Hainbuchen und Vogelkirschen. Um den inneren Bereich mit den Hauptbaumarten wird ein Kreis von Nebenbaumarten gepflanzt, um die herum dann ein Ring aus schnell wachsenden Sträuchern wie Ginster, Haselnuss oder Rosen. In kurzer Zeit wird so ein möglichst strukturreiches, dem Standort angepasstes Waldökosystem erschaffen.
Durch die hohe Pflanzdichte – der Abstand zwischen den Bäumen beträgt nur 40 cm – steigt der Konkurrenzdruck innerhalb des Systems. Gekoppelt mit den geschaffenen Bodenvoraussetzungen wird eine natürliche Waldgesellschaft statt in 200 Jahren bereits innerhalb von 25 bis 30 Jahren erreicht. Die Phase der Sträucher, Gräser und Pionierbäume wird übersprungen.
Der Boden muss dafür so beschaffen sein, dass der Sprung in die fertige Waldgesellschaft gelingt und das System sich selbst schnell tragen kann, ohne Bewässerung, Entfernen unerwünschter Pflanzen und ohne Nährstoffzufuhr, was bei einem „Tiny Forest“ bereits nach 2 bis 3 Jahren eintreten soll.
Auch bei diesem Projekt wurde „Terra Preta“ eingesetzt: als Nährstoffakku und Wasserspeicher am Boden des Aushubs. „Terra Preta“ bringt Bäume dazu, möglichst schnell und tief zu wurzeln. Das erhöht die Widerstandskraft des Mikrowaldes. So entsteht ein kleiner Fleck Grün in der Stadt, dem die Folgen der Klimakrise, wie Trockenheit, Hitze und sinkender Grundwasserspiegel weniger anhaben können.
Weltweit gibt es ca. 3.000 dieser „Tiny Forests“. Über Belgien und die Niederlande, wo es schon über 300 dieser Mikrowälder gibt, kommt die Idee nun nach Deutschland. Wir stehen mit unserer Terra Preta Humuserde bereit.
— ACKERZEITEN —
Mitackern
Dienstag 9-16.00h
Mittwoch 9-13.00h, 16-19.00h Feierabendackern
Donnerstag 9-16.00h
Freitag 8-13.00h Ernten
Samstag Ackeraktion
9.00h Frühstück mit mitgebrachten Zutaten
10-13.00h Pflanzen, danach gemeinsames Mittagessen mit selbst mitgebrachtem Essen
Montag, 6.6., 9-10.00h Frühstücken, bitte selber alles mitbringen, ab 10.00h jäten
— GEMUESEAUSGABE —
Diese Woche gibt es: Stangensellerie, Fenchel, Petersili, Frühlingszwiebeln, Mairübchen, roter Rettich, Salat und Zuckerschoten.
Herzliche Grüße,
vom Anbauteam und vom Arbeitskreis Landwirtschaft