Solawi Bodensee e.V.

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07.04.

Liebe Mitglieder,
letzte Woche kam unser Arbeitspferd, Hunter, zum ersten mal zum Einsatz: er hat die Egge gezogen, dadurch wird der Boden vor der Pflanzung gelockert. Alle Anwesenden haben sich an diesem Anblick erfreut!
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Gibt es etwas, was ihr schon immer mal über den Acker, den Anbau, die Pflanzen, die Maschinen, ….wissen wolltet? Ab dieser Woche beantworten wir in der Ackermail eure Fragen unter der Überschrift “ Frage an die Gärtner“ – wir freuen uns auf eure Fragen:  anbau@solawi-bodensee.de
Frage an die Gärtner von René: „Vermehrt ihr auch Saatgut von samenfesten Sorten?“
Momentan vermehren wir kein Saatgut samenfester Sorten. Es wäre aber zukünftig denkbar, für einige Gemüsesorten selber unser Saatgut zu gewinnen, z.B. für Salat, oder Tomaten, da dies recht einfach ist (das kann auch jeder für seinen Hausgarten machen): https://www.dreschflegel-saatgut.de/gartenbaupraxis/saatgutgewinnung/ Am 19. September ist ein Seminar zum Thema Saatgut geplant, angesichts der aktuellen Lage muss dies natürlich noch bestätigt werden.
-Die Saatgutgewinnung ist zu unterscheiden von der Vermehrung und von der Züchtung. Ziel einer Züchtung ist es, eine neue Sorte zu entwickeln. Dies ist ein langes und aufwendiges Verfahren: um die 10 Jahre Arbeit braucht es, bis eine neue Sorte entstehen kann. Vermehrung hingegen betrifft eine bereits existierende Sorte, die man möglichst homogen vermehren möchte: die Eigenschaften einer besonderen Sorte sollen erhalten bleiben. Dies ist ebenfalls herausfordernd, aber natürlich weniger als die Züchtung. Heute kümmern sich vorrangig spezialisierte Betriebe um die Züchtung und Vermehrung von Saatgut, so die Bingenheimer Saatgut AG, von der wir unser Saatgut beziehen.
Früher war es für jeden Bauern eine Selbstverständlichkeit, eigenes Saatgut zu gewinnen. Es entstanden dabei Hofsorten, die eine größere Variabilität aufweisen als moderne Erwerbssorten. Das Saatgut gehörte allen, wurde getauscht, es gab eine enorme genetische Vielfalt.
Dies hat sich im Laufe der Modernisierung radikal verändert und heutzutage kontrollieren nur noch wenige große Konzerne den Saatgut-Markt. Sie bieten keine samenfesten Sorten an, sondern Hybride, d.h. nicht nachbaufähige, hochgezüchtete Sorten, die ein hohes Ertragspotential aufweisen – mit allerdings einigen schwerwiegenden Nachteilen. Weltweit gibt es eine Widerstand gegen dieses Monopol, z.B. die Bewegung für Ernährungssouveränität ( http://nyeleni.de/).
Wie ihr merkt, ist das Thema Saatgut sehr spannend und komplex. Dazu haben wir einen Filmtipp für euch: In der Reihe Plan B zeigt das ZDF am Sa. 18.4 um 17:35 Uhr einen Film über Menschen, die sich außerhalb großer Saatgutkonzerne um Saatgut kümmern. ( https://www.fernsehserien.de/plan-b-2017/folgen/99-vielfalt-saeen-saatgutretter-im-einsatz-1373347)
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Die Ackerzeiten diese Woche sind:
Mittwoch 10-13 Uhr
Donnerstag 10-13 Uhr
Wichtiger Hinweis:  Als landwirtschaftlicher Betrieb ist es uns erlaubt, weiterhin zu arbeiten. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er/sie zum Helfen kommen mag. Wir setzen auf verantwortungsvolles Handeln. Alle Anwesenden sollten sehr darauf achten, die Sicherheitsabstände einzuhalten sowie weitere Sicherheitshinweise zu beachten. Der Acker ist groß genug, dass jeder mit ausreichend Abstand arbeiten kann.
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Diese Woche gibt es keine Gemüseausgabe.
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Bleibt gesund! Herzliche Grüße,
das Anbauteam