Solawi Bodensee e.V.

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26.09.

Liebe Solawi-Mitglieder,

Ackerzeiten diese Woche:

Do. 27.9. 9:30-13:00 Uhr, 14:00-17:00 Uhr

Fr. 28.9. 8:00-13:00 Uhr Ernte, Beginn mit Meditation und Singen; 14:00-16:00 Uhr Gestaltung Waldgarten und Permakultur-Bereich, Katrin freut sich über Helfer!

Samstag keine Ackerzeit, da Monika den Einkoch-Workshop leitet und Anna Cecilia und Leif im Urlaub sind.

Gemüseausgabe: Salat, Endivien, Kürbis, Süßkartoffeln, Mangold, Zucchini, Gurken, Tomaten (evtl. nur Naschportion) Bohnen zu Selbsternte: Bringt etwas Zeit und ggf. ackertaugliche Schuhe mit!

Die Bohnenernte ist momentan sehr reichlich, da nun alle drei Buschbohnensätze dank des endlich eingetroffenen Regens alle gleichzeitig geblüht haben. Allerdings ist sie für die Gärtner auch extrem aufwändig. Für die letzten beiden Ernten haben wir mit Helfern pro Ernte ca. 15 Stunden gepflückt! Deshalb wollen wir einen Versuch machen, euch zu einem kleinen Ackerspaziergang und einer meditativen Viertelstunde in den Bohnen einzuladen. Eine Ernteanleitung wird im Abholraum angeschrieben.

Weiterhin tut sich so einiges auf dem Acker: Vielen Dank an die fleißigen Helfer, die am letzten und vorletzten Samstag die neue Zisterne fertig gestellt und den kleinen Folientunnel mit Folie bezogen haben, so dass wir ihn nun einräumen können! Nebenbei wurden auch noch Zwiebeln und Knoblauch für die Winter- und Frühjahrsernte gesteckt.

Außerdem konnten Monika, Leif und Anna Cecilia dank der Vertretung unseres routinierten Ernteteams und Katrin am Freitag an einer Fortbildung zum Thema Bodenfruchtbarkeit teilnehmen. Davon wollen wir euch ausnahmsweise etwas ausführlicher berichten. Wer nicht den ganzen Bericht lesen will, dem reichen vielleicht die Hervorhebungen…

Die Veranstaltung fand statt auf dem Hofgut Holland, einem Biobetrieb von ca. 200 Hektar, und wurde organisiert vom Bodenfruchtbarkeitsfond, einer Stiftung, die sich dafür einsetzt, dass wir – die Gesellschaft – die Landwirte unterstützen, damit sie bodenschonend arbeiten können (http://www.bodenfruchtbarkeit.bio/). Tatsächlich zwingt der ökonomische Druck viele  Landwirte auf kurzfristigen Ertrag zu wirtschaften und die Bodenfruchtbarkeit zu vernachlässigen.

Uli Hampl, der uns auch in der Solawi schon beraten hat, erklärte uns – und den knapp fünfzig anderen Teilnehmern – die Grundlagen Bodenfruchtbarkeit.

Statt dem Einsatz von künstlichem Dünger kann man die natürliche Fruchtbarkeit des Bodens fördern, durch schonende Bodenbearbeitung, durch den Einsatz von Gründüngung, Mulch, usw. Die Bodenfruchtbarkeit, damit sind vorallem die vielen Milliarden Bodenlebewesen gemeint, die kaum beachtet werden: Neben den Regenwürmern, die wir ja alle kennen, leben Tonnenweise mikroskopisch kleiner Wesen unter unseren Füßen, die genauso ernährt werden müssen, wie alle Tiere, die auf dem Erdboden leben. Wenn wir über der Erde auf einem Hektar Gras für zwei Kühe anbauen können, so müssen wir unterirdisch eine riesige „Herde“ ernähren, die vom Gewicht her acht Kühen entspricht!

Womit kann diese unglaubliche Vielzahl an Lebewesen gefüttert werden? Wenn wir an Pflanzen denken, dann ans Grüne, an die Blätter, den Stiel, die Blüten und Früchte. Unter der Erde aber gestalten die Pflanzen mit ihren Wurzeln den Boden um, lockern ihn, nehmen Wasser und Mineralien auf und hegen und pflegen das Mikrobiom des Bodens, das die eigentliche Arbeit der Humusbildung übernimmt. Einer der ersten Bodenforscher, Görling, soll gesagt haben, ein Boden müsse durchwurzelt sein mit einer Fülle von Wurzeln, mindestens so dicht wie sein Bart, um gesund zu sein…

Durch intensive, durch ökonomische Forderungen angetriebene Landwirtschaft, wird aber der Boden überstrapaziert und ausgelaugt. Es entstehen Bodenerosion und, insbesondere durch den Einsatz schwerer Maschinen, tiefgründige Verdichtungen.

Daher wurden im zweiten Teil der Veranstaltung wurden Maschinen vorgestellt, mit denen man die Verdichtungen im Boden wieder lockern kann.

Um die bereits vorhandenen Verdichtungen auf unserem Acker zu lockern hoffen wir, dass uns unser neu erworbener Grubberunterstützen wird.

Außerdem möchten wir zukünftig mit Pferden arbeiten, denn dies bietet unter anderen Vorteilen den, dass der Boden weniger verdichtet wird als mit schweren Maschinen und so leichter lebt und atmet.

Wir wünschen eine belebte und belebende Herbstwoche,

mit herzlichen Grüßen

Das Gärtnerteam