Solawi Bodensee e.V.

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14.04.

Liebe Mitglieder,
Diese Woche haben wir gemeinsam die ersten eigenen Jungpflanzen-Aussaaten gemacht: Rotkohl, Weißkohl, Sellerie und Salat wurden in Schalen (sog. „Quickpots“ gesät).
Eigene Anzucht machen wir erst seit diesem Jahr: ein große Neuheit also! Nicht viele Betriebe machen heute noch eigene Anzucht, da es mit einem nicht unerheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Die Vorteile liegen aber auf der Hand: weniger Transportwege, größere Autonomie, auch bei der Wahl der Sorten (wir bauen 100 % samenfeste Sorten von Bingenheim an, die unserer Meinung nach geschmacklich nicht zu übertreffen sind). In diesem Zusammenhang noch mal die Erinnerung an den Filmtipp: In der Reihe Plan B zeigt das ZDF am Sa. 18.4 um 17:35 Uhr einen Film über Menschen, die sich außerhalb großer Saatgutkonzerne um Saatgut kümmern. ( https://www.fernsehserien.de/plan-b-2017/folgen/99-vielfalt-saeen-saatgutretter-im-einsatz-1373347).
In dem Zusammenhang möchten wir hier einen Aufruf starten: Für die Anzucht benötigen wir noch sog. Fluttische – momentan improvisieren wir mit Kisten und Folie, ist aber äußerst zeitraubend. In Bayern, bei Kitzingen, gäbe es welche günstig zu verkaufen, allerdings müssten wir sie selber vor Ort  abmontieren und herholen. Gibt es zufällig jemanden, der das (ggf. mit uns) machen könnte? (Großer Hänger und Hängerführerschein nötig).
Da es diese Woche keine Frage an die Gärtner gab, stellen wir mal selber eine, die sich vielleicht einige fragen: „Warum gibt es gerade nicht besonders viel Gemüse?“
Ende März und April ist die magerste Zeit im Solawigemüse-Jahr. Die Wintervorräte sind aufgebraucht, viele Winterkulturen fangen an zu schießen (d.h. sie gehen in Blüte), während die Frühjahrskulturen noch sehr langsam wachsen (der Boden muss sich erst aufwärmen). Diese Frühjahrslücke bemühen wir uns immer mehr zu schließen. Da wir unsere Gewächshäuser nicht beheizen, sind ein sehr genaues Timing (und eine Portion Glück) erforderlich, um erfolgreich Pflanzen über den Winter zu bringen. Wir sammeln da noch Erfahrung und sind zuversichtlich, dass auch diese „magere Zeit“ immer besser überbrückt werden kann. Auch das neue Folienhaus, das letzten Winter erst noch in Betrieb genommen werden musste (umgraben, Mist verteilen, Gründüngung aussähen) wird zukünftig dazu dienen. Die gute Nachricht lautet: Das schöne Wetter der letzten Wochen hat nun das Wachstum angekurbelt und ab nun wird auch jede Woche mehr geben!

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Die Ackerzeiten diese Woche sind:
Mittwoch 10-13 Uhr: Mulch verteilen
Donnertag 10-13 Uhr: Mulch verteilen
Freitag 10-13 Uhr: Ernte

Diese Woche wollen wir uns auf dem Acker einer wichtigen Aufgabe widmen: Mulch verteilen. Mulch dient dazu, den Boden zu bedecken und zu schützen, den Wasserhaushalt zu verbessern und das Unkraut zu regulieren. Wir haben sehr viel Riedgras bekommen und würden versuchen, es auf die zukünftige Kohlfläche zu verteilen (ca. 2000 Quadratmeter) sowie für den Kürbis. Wenn wir das schaffen, wäre es großartig: keine Jätarbeit mehr und weniger Wasserverbrauch bzw. größere Erntesicherheit auch bei Dürre! Helfer sind willkommen! Bitte bringt eine eigene Heugabel mit falls vorhanden.

Wichtiger Hinweis:  Als landwirtschaftlicher Betrieb ist es uns erlaubt, weiterhin zu arbeiten. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, ob er/sie zum Helfen kommen mag. Wir setzen auf verantwortungsvolles Handeln. Alle Anwesenden sollten sehr darauf achten, die Sicherheitsabstände einzuhalten sowie weitere Sicherheitshinweise zu beachten. Der Acker ist groß genug, dass jeder mit ausreichend Abstand arbeiten kann.
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In der Gemüseausgabe gibt es diese Woche: super knackigen Kopfsalat (2 Stück), Radieschen und eine größere Menge Lauch (dazu noch ein Rezepttipp: https://www.chefkoch.de/rezepte/872871192688874/Lauchkuchen-mit-Kraeuterdip.html)
Zur Erinnerung: die Abholzeiten sind freitags von 13 Uhr bis 19 Uhr und samstags von 9 Uhr bis 13 Uhr.
Es ist noch offen, wann wir die nächste Ausgabe machen können, ob nächste oder übernächste Woche, bitte schaut auf eure Mails.

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Am Freitag möchten Uta und Karin bei der Abholung einige Artikel zum Verkauf anbieten ( Zeitschriften, Pflänzchen, selbstgenähte Taschen,…), um Spenden für die Sturmschäden am Folientunnel zu sammeln.
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In diesem Zusammenhang noch eine Anfrage: Könnten sich einige Raderacher bei uns melden, die bereit wären am Gewitterdienst teilzunehmen. Da wir Gärtner nicht in der Nähe wohnen, wäre es sehr hilfreich, dass, wenn mal ein Sturm/Gewitter ausbricht, jemand zur Solawi fahren kann und die Türen beider Gewächshäuser zu schließen (und ggf. wieder öffnen sobald die Sonne wieder rauskommt). Jeder würde eine Einweisung bekommen und wenn wir uns das aufteilen ist wohl jeder nur einige mal im Jahr dran, es dauert auch nur fünf Minuten. Wir hätten eine Liste und würden einfach jemand von euch anrufen, wenn es was gibt. Bitte schickt uns doch eure Kontaktdaten mit der Einwilligung an anbau@solawi-bodensee.de oder tragt euch in der Liste ein, die im Abholraum ausliegt.

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Herzliche Grüße,
das Anbauteam