Solawi Bodensee e.V.

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07.11.

Ackermail vom 7.11.2018

Liebe Mitglieder,
wir erleben noch einen goldenen Herbst, auf dem Acker ist es schön! Diese Woche gibt es Folgendes in der Gemüseausgabe:
Rote Beete, Kartoffeln, Zwiebel, Weißkohl, Rettich, Sellerie, Feldsalat.

Ackerzeiten:
Freitag: 9 bis 13 Uhr, Start mit Singen und Meditieren;
Samstag: 9:30 bis 13 Uhr Sauerkraut einmachen (bringt euren Weißkohl und optional dazu: Reibe, Stampfer, Salz, Gläser/Gefäße, weitere Zutaten wie Lorbeerblätter)
Ab 13 Uhr wollen wir gemeinsam Mittagessen (Mitbring-Buffet) und vor allem Monika verabschieden. Parallel dazu gibt es am Samstag von 10 bis 14 Uhr ebenfalls Katrins Seminar „Gut geplant ist halb geerntet“ zum Thema Anbauplanung.

Wir – Anna Cecilia und Leif –  möchten an dieser Stelle auch schon unserer Dankbarkeit sagen, Monika als Arbeitskollegin gehabt zu haben: Ihr Engagement in der Solawi war beispielhaft, neben der gärtnerischen Kompetenz hatte sie stets ein großes Herz, ein offenes Ohr und viel Verständnis. Sie war mit Herzblut dabei, mit guter Laune und Humor, und einem Talent fürs Zeichnen. Es war stets eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Wir werden sie vermissen und hoffen, dass sie uns immer wieder mal besucht… Wir wünsche ihr viel Erfolg bei der Entwicklung ihrer eigenen Solawi, und dass sie ihre vielen Talente (u.a. gärtnern, aber auch zeichnen) weiterkultivieren kann.

Monika hat uns allen einen kleinen Brief geschrieben, den ihr hier unten lesen könnt.
Viele Grüße vom Acker
Leif

Liebe Solawi-Mitglieder,                 

wie die meisten von euch sicherlich schon erfahren haben, werde ich nur noch bis Mitte November in der Solawi arbeiten.

Die letzten eineinhalb Jahre bin ich jede Woche zu meinem Freund auf die Schwäbische Alb (Römerstein) gependelt. Er leitet dort einen Milchviehbetrieb… Da es etwas kompliziert wäre, den Hof umzusiedeln und ich nicht immer pendeln möchte (zumal ich, ökologisch ambitioniert, öffentlich fahre), habe ich mich schweren Herzens entschlossen vom milden Süden, auf die rauhe Alb umzuziehen.

Als im Sommer 2016 meine Lehre in der Dorfgemeinschaft Lautenbach dem Ende zuging und dort leider keine Gärtnerstelle frei war, bin ich auf die Solawi gestoßen: Katrin hat in Lautenbach immer Jungpflanzen abgeholt, ich habe gefragt, ob in der Solawi eine Gärtnerstelle frei wäre, ich wurde eingeladen und eingestellt.-2016 von August bis September als Minijobberin und ab Januar 2017 mit einer 50%-Stelle.

Rückblickend muss ich meinen großen Dank aussprechen, dass ich die Stelle bekommen habe und als Berufsanfängerin eingestellt wurde.

Die Arbeit in der Solawi ist vielseitig und komplex… Man ist nicht nur Gärtner/in, sondern man muss planen, organisieren, erfinden, kommunizieren können und Visionen haben.

Das alles hat mir oft sehr viel Freude bereitet, mich manchmal aber auch an meine Grenzen gebracht.

Ich habe das Gefühl, dass ich aber gerade daran gewachsen bin. Ohne die Erfahrungen aus der Solawi Bodensee hätte ich sicherlich nicht den Mut gehabt, auf der Alb eine eigene kleine Solawi zu gründen (Ich bin begeistert von dem Solawi-Gedanken und habe diesen Januar eine kleine Initiative mit 19 Mitgliedern, 750m² Fläche und ca 40 verschiedenen Gemüsesorten ins Leben gerufen. Bis jetzt ist sie ganz erfolgreich und ich schaue ganz zuversichtlich auf das nächste Jahr.)

Doch trotz aller Vorfreude, fällt es mir nicht leicht zu gehen…

Ich habe so viele wunderbare Menschen in der Solawi Bodensee kennen und schätzen gelernt.

Gemeinsam, haben wir bei Wind und Wetter geackert und geerntet, Ideen entwickelt und gesponnen, ernste und lustige Themen besprochen, gesellige Pausen verbracht, gesungen, meditiert und gefeiert…

Ich denke, dass wenige Arbeitnehmer so viel Wertschätzung erfahren, wie ich in den 2 ½ Jahren erfahren habe. Das ist auch das was Solawi für mich so wunderbar macht: man ist im direkten Kontakt zum Verbraucher und als Gärtner steht man nicht allein auf dem Acker (meistens zumindest;))

Die Zeit in der Solawi war geprägt von Wetterextremen (Frost/Hitze…), wir waren ständig gefordert mit unseren einfachen Mitteln einen guten Weg für unseren Acker zu finden. Ich hatte viele Freiheiten und die Möglichkeit viel auszuprobieren, viele Fehler zu machen, daraus zu lernen und meine Erfahrungen weiterzugeben.

Ich bin sehr gespannt wie sich die Solawi weiterentwickeln wird. Ich finde toll, dass Anna-Cecilia den Boden mit Pferden bearbeiten will und dass sich die Samstagsaktionen mit geselligem Essen etabliert haben. Dazu werde ich sicher gerne mal zu Besuch kommen.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!

Vielen lieben Dank für die schöne Zeit!

Herzliche Grüße

Monika